Freitag, 30. Mai 2014

Berühmt sein oder nicht sein, das ist hier die Frage

Bevor ich jetzt etwas dazu sagen kann, warum ich berühmt sein will oder auch nicht. Möchte ich erst einmal meine Definition von Berühmt geben.
Berühmt ist für mich jemand, der über Kontinente hinweg bekannt ist oder zumindest über Generationen, egal ob jetzt Sportler, Schauspieler, Musiker oder Youtuber. Alles andere ist in meinen Augen eher bekannt als berühmt. Aber in meinen Augen ist das eh ein sehr schmaler Grat. So gibt es für mich nur wirklich wenige Berühmtheiten und die sind dann meist entweder schon sehr lange im Showbusiness oder schon tot. Andere würden solche Menschen wohl eher als Legenden oder so etwas in der Art bezeichnen.
Aber ich denke, dass sieht jeder ein bisschen anderes. Ich möchte auch niemandem meine Definition aufzwingen, aber einfach damit man klarer versteht warum ich im folgendem eher von bekannt, wie von berühmt reden werde.

Die helle Seite der Macht

Erst einmal zu den Punkten, die es für mich erstrebenswert machen, einen gewissen Bekanntheitsgrad zu erlangen.
Man hat einfach einen ungeheuren Einfluss. Kann halt einfach auch andere auf Projekte die einem am Herzen liegen aufmerksam machen oder auch Personen, die man toll findet und denen man einen gewissen Erfolg gönnt, unterstützen. Aber auch Projekte selbst zu gründen ist einfach viel leichter auf die Reihe zu bekommen.
Auch im normalen Leben ist es viel einfacher an Dinge ran zu kommen, wenn man den richtigen Leuten bekannt ist. Klar, das ist nur eine Vermutung, aber wie oft bekommt man mit, dass irgendwelche vermeintliche „Berühmtheiten“ irgendetwas geschenkt bekommen.
Ein nicht unwesentlicher Faktor ist auch Geld. Nein, nicht Millionen auf dem Konto, sondern einfach die Gewissheit ausgesorgt zu haben. Klar, Geld kann einem auch zu Kopf steigen und man muss damit richtig umgehen können, aber gerade wenn man in diesem Punkt eine gute Erziehung genossen hat und weiß, das Geld nicht auf den Bäumen wächst, dann geht man auch oft verantwortlich damit um und schmeißt es nicht einfach aus dem Fenster raus.
Wenn auch viele bekannte Menschen nicht allein mit der Sache, die sie berühmt gemacht hat, sich versorgen können. Habe da letzt einen Interessanten Bericht über deutsche Schauspieler gelesen, die meistens noch irgendeinen Nebenjob haben.
Auch und es gibt Fanfiction über einen.^^ Sorry, dass musste ich einfach erwähnen. Gut ich bin nicht selbst davon betroffen und manche Geschichten gehen echt unter die Gürtellinie, aber wenn die Leute richtig mit den Worten umgehen können, dann kann so etwas auch ziemlich unterhaltsam sein. (Aber dieser Punkt ist wohl nicht ganz so ernst zu nehmen)

Die dunkle Seite der Macht

Tja, aber natürlich hat so eine Medaille auch eine dunkle Seite.
Schwer stelle ich mir vor die Privatsphäre aufzugeben. Am Anfang ist es bestimmt schön auf der Straße ab und zu mal erkannt zu werden, aber spätestens wenn man nicht mal einen Tag unerkannt auf die Straße kann oder gar von irgendwelchen Paparazzi verfolgt wird, dann hört der ganze Spaß auf. Das wäre mir einfach viel zu viel. Auch kann halt jede Handlung, die man macht von irgendwelchen Leuten beurteilt werden, die nicht wirklich Ahnung vom dem Charakter der Person, die sie meinen beurteilen zu müssen, haben.
Dann die ganze Leute, die mit einem Kontakt knüpfen wollen. Es ist halt einfach unglaublich schwer zu entscheiden, wer einfach hofft durch den Kontakt mit einem auch bekannt zu werden und wer wirklich Interesse an einem persönlich hat. Ich bin ein Mensch der gerne neue Leute kennen lernt und schnell Freundschaften schließt, dieses Verhalten müsste ich halt dann komplett ablegen. Mit Misstrauen auf jemanden erst einmal zuzugehen ist aber auch irgendwie der falsche Weg.
Angst hätte ich auch davor, dass mir der Ruhm nicht irgendwann zu Kopf steigt und ich dann meine, ich wäre etwas besseres nur weil mich ein paar Leute toll finden. Wobei ich in diesem Punkt auch einen Freundeskreis habe, der mich wieder auf den Boden der Tatsachen zurückbringt.
Dann natürlich noch die Sache mit den „Stalker“. Damit meine ich einfach Leute, die dann plötzlich vor der Haustüre stehen, Unterwäsche aus Umzugskartons klauen und halt auf irgendeiner Weise in den privaten Bereich der bekannten Person eindringen. Ja, ich weiß wohl über manche Menschen auch viel mehr als ich sollte (dabei handelt es sich um frei zugängliches Material aus dem Internet), deswegen kann ich auch verstehen, wenn man von einem Menschen, den man toll findet so viel wie möglich rausfinden will, aber irgendwo muss es eine Grenze geben und das ist dann, wenn man mit den Leuten persönlich in Kontakt treten will. Damit meine ich auch nicht irgendwelche Nachrichten oder Briefe, denn dort kann einfach entschieden werden, ob man darauf reagiert und wie man reagiert oder Fantreffen, sondern wenn man halt Kontakt sucht indem man in das Privatleben eindringt.
Dann natürlich noch die Hater, die hätte ich ja fast vergessen. Gerade in der Anfangszeit stelle ich mir den Umgang mit ihnen einfach total schwierig vor. Klar, sie handeln so aus Neid oder weil sie sonst nichts in ihrem Leben haben. Aber ich kann mir vorstellen, dass es schwierig ist, sich nicht alles was sie sagen oder schreiben zu Herzen zu nehmen. Schließlich greifen sie ja etwas an, was einem viel bedeutet.

5 Minuten Ruhm

Für mich ist es auch ein großer Unterschied für was und wie man berühmt wird. Wenn man hart für seine Bekanntheit gearbeitet hat und es auch aus Leidenschaft gemacht hat, dann finde ich es für die Leute schön und freue mich für sie. Dann haben es die Leute auch verdient.
Anders sieht für mich die Sache aus, wenn man auf der Suche nach den 5 Minuten Ruhm auf jedem Trend aufspringt nur um irgendwie im Gespräch zu bleiben. Diese Leute tun mir zwar etwas leid, weil sie wohl sonst nichts im Leben haben, aber ich könnte mir nie vorstellen so zu handeln und für so etwas berühmt zu sein.
Auch gewisse Leute, die einfach nur etwas mit dem Hintergrund machen, dass sie berühmt werden. Wie oft ich schon erlebt habe, dass sich Leute irgendwo anmelden und dann meinen „Kommt auf meinem Kanal vorbei. Ich mache Videos auf Youtube“ und das der einzige Post in dem ganzen Forum ist. Ich gebe zu ich lasse auch mal in einem Gespräch einfließen, dass ich auf Youtube aktiv bin, aber oft geschieht das einfach, weil ich mich über die Technik aufrege, die mal wieder etwas rumgezickt hat und das irgendwo los werden will oder weil ich Dinge oder Erfahrungen aus meiner Sicht darstellen will.

Was will die jetzt aber überhaupt?

Nachdem ich jetzt so viel geschrieben habe, weiß ich trotzdem nicht genau, was ich für mich will. Es gibt einfach so viele Dinge, die man beachten muss und die das ganze zu einer spaßigen Angelegenheit machen oder zu einem Alptraum.
Eine Mischung wäre schon, Bekannt zu sein für etwas, dass einem Spaß macht, aber gleichzeitig mit Fans, die die Privatsphäre von einem respektieren. Ausgesorgt haben ohne das einem gleich die Macht und das Geld zu Kopf steigt und mit echten Freunden.
Doch so etwas ist wohl in dieser Welt nicht wirklich möglich und wird ein Wunschdenken bleiben. 

Liebe Grüße,
Abigail

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