Dienstag, 26. Mai 2020

Ausgelesen: Wilde Reise durch die Nacht

Cover: Wilde Reise durch die Nacht



  Titel:
Wilde Reise durch die Nacht 
  Autor: Walter Moers 
  Gattung: Fantasy
  Seiten: 215
  Verlag: Goldmann
  ISBN: 978-3-442-45291-0
  Link zum Buch 








Um was geht es eigentlich?
Als der zwölfjährige Junge Gustave Doré als Kapitän mit seinem Schiff zwischen die siamesische Zwillingstonrado gerät, ist er der einzige Überlebende. Doch nicht für lange. Der Tod möchte seine Seele. Doch Gustave kann ihm einen Pakt vorschlagen. Um sein Leben zu retten muss er 6 Aufgaben erfüllen und das ganze innerhalb einer Nacht. 

Meine Erwartungen
Von Walter Moers habe ich schon einiges gelesen. Daher wusste ich schon in welche Richtung das Buch gehen würde. Zumindest vom Schreibstil und Genre her. Einzig, dass es nicht auf dem Kontinent Zamonien spielt, hat meinen Erwartungen nicht entsprochen. Was aber nicht schlimm ist, aber man hat halt Autoren bei denen man erwartet, dass die Geschichten in der bereits bekannten Welt spielen, wie bei Tolkien Mittelerde oder Pratchett in der Scheibenwelt. Und so ist es auch bei Moers.
Explizit gesucht hatte ich das Buch im übrigen nicht. Das ist mir auf dem Bücherflohmarkt in die Hände gefallen und ich habe es einfach mal spontan mitgenommen. 

Interessante Fakten
  • Die Geschichte ist nicht zuerst entstanden, sondern zuerst gab es die Illustrationen. Diese sind nämlich von Gustave Doré und sind eigentlich für andere Bücher gewesen. Gustave Doré war einer der erfolgreichsten Illustratoren des neunzehnten Jahrhunderts. Die Bilder sind unter anderem für Don Quichote, The Raven oder auch für die Bibel gewesen. 
  • Außerdem gibt es ein Lied das lose auf der Geschichte, aber vor allem über den Tod, der sich Gedanken über den Sinn des Lebens macht. Das Lied heißt "This Will Never End" und ist auf dem Album "A Twist in the Myth" erschienen. 

Meine Meinung
Zuerst sollte man wohl wissen, dass dieses Buch nicht in Zermonien spielt und ist leider in meinen Augen auch nicht ganz so gut wie Zermonienbücher. Wobei dieses die Messlatte ja doch ziemlich hoch legen. 
Durch die sechs Aufgaben gibt es einen guter roter Faden, der aber nicht wirklich etwas über die Geschichte im Vorfeld verrät. Die Aufgaben sind in sich stimmig und vielleicht auch nicht immer das was einem als erste Umsetzung einfallen würde. 
Generell ist das Buch leicht zu lesen und bietet viel typischen Moers Humor. Auf viele Seiten wird man von interessanten Ideen und ganz eigenwilligen Interpretationen der Bilder überrascht. An sich ist der Name des Buches Programm und man erlebt eine wilde Reise durch die Nacht. Jedoch hat mir ein bisschen der Spannungsbogen gefehlt und an der ein oder anderen Stelle wurde es etwas dröge. 
Vielleicht bin ich aber auch mit meiner Leseerfahrung dem Buch schon etwas entwachsen. Ich bin mir sicher mit 15 oder 16 hätte ich das Buch geliebt. Auf der anderen Seite kann man aber viele der Anspielungen und die Tiefgründigkeit des Romans erst verstehen, wenn man etwas älter ist. So werden die Themen des Lebens: Liebe, Sterben, Zeit und Sinn des Ganzen ganz nebenbei angesprochen und ganz eigen interpretiert. 
Mich konnte das Buch auf jeden Fall unterhalten und ich bin mir sicher, dass ich es noch einmal lesen werde. Mit etwas mehr als 200 Seite kann man das auch einfach mal wieder zwischenrein schieben.

Fazit
Leider hat es nicht ganz für die vollen 5 Punkte gereicht. Dafür hat einfach das gewisse etwas gefehlt und der etwas fehlende Spannungsbogen hat dann sein übriges getan. Aber ich kann das Buch auf jeden Fall jedem ans Herz legen, der eine Lektüre für Zwischendurch sucht oder sich auch schon für die anderen Bücher von Moers begeistern konnte. 

4 von 5 Abenteurer

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